Mit dieser wichtigen Frage beschäftigten sich am Samstag, den 18.04.26, die Landfrauen aus Hohn und Umgebung. Bereits um 9.30 Uhr trafen sich 33 interessierte Frauen in den Räumen der Feuerwehr Hohn — und das trotz Wochenende und schönem Frühlingsmorgen.
Nach der herzlichen Begrüßung durch Irmi und einem gemütlichen gemeinsamen Frühstück startete der Vormittag ganz entspannt. Anschließend führten der Anästhesist Achim Gördel, Oberarzt in der Schön Klinik, und die Anästhesiefachpflegekraft Dörte Meitzner die Teilnehmerinnen mit viel Fachwissen, Geduld und einer guten Portion Humor an das Thema Erste Hilfe heran.
Schnell wurde deutlich: Im Notfall kommt es nicht darauf an, alles perfekt zu machen — wichtig ist, überhaupt zu handeln. Notruf wählen, Hilfe organisieren und mit der Herzdruckmassage beginnen — darauf kommt es an. Und manchmal braucht es einfach den Mut, laut und deutlich jemanden anzusprechen: „Sie da, bitte rufen Sie die 112 an!“
Besonders spannend wurde es bei den praktischen Übungen. Mehrere Dummys lagen schon bereit und warteten geduldig auf ihren Einsatz. Unter fachkundiger Anleitung konnten die Landfrauen die Herzdruckmassage und die Beatmung selbst ausprobieren. Anfangs noch etwas zögerlich, später schon deutlich mutiger wurde gedrückt, gezählt und gelacht.
Auch das Thema Defibrillator — kurz AED — sorgte für großes Interesse. Viele kannten die Geräte bisher nur vom Sehen. Herr Gördel erklärte anschaulich, wie einfach die Anwendung heute ist und dass die Geräte den Helfenden mit klaren Sprachansagen Schritt für Schritt unterstützen. Die Erkenntnis des Vormittags: Man kann eigentlich nichts falsch machen — außer nichts zu tun.
Zwischen vielen Fragen, persönlichen Erfahrungen und kleinen Aha-Momenten entwickelte sich ein lebhafter und offener Austausch. Besonders schön fanden die Teilnehmerinnen, dass alles direkt ausprobiert werden konnte. Denn Theorie ist das eine — selber machen etwas ganz anderes.
Zum Abschluss bedankte sich Irmi herzlich bei Herrn Gördel und Frau Meitzner für ihren engagierten Einsatz und die Zeit, die sie sich an diesem Samstagvormittag genommen hatten. Mit einem kleinen Geschenk und viel Applaus wurden die beiden verabschiedet.
Und eines nahmen die Landfrauen an diesem Vormittag ganz sicher mit nach Hause: Helfen ist wichtiger als Perfektion — und jeder kann im Ernstfall Leben retten.











