Lange war die Fahrt zur Landesgartenschau angekündigt und ebenso lange haben wir gespannt darauf geschaut, ob sich wohl genügend Teilnehmerinnen finden würden. Umso größer war die Freude, als es am 20. August 2026 endlich losgehen konnte!
Pünktlich um 6.30 Uhr starteten wir in Hohn. Nach den Zwischenstopps in Hamdorf und Fockbek waren schließlich 25 Teilnehmerinnen an Bord – und damit konnte unsere kleine Reisegruppe gut gelaunt Richtung Hannover aufbrechen.
Kurz vor 11 Uhr erreichten wir die Herrenhäuser Gärten. Dort erwartete uns bereits ein älterer Herr, der sich als unser Gästeführer vorstellte. Mit viel Wissen und interessanten Geschichten nahm er uns zunächst mit in die Grotte, eine künstlich angelegte Höhle.
Viele Jahre hatte die Grotte eher ein bescheidenes Dasein als Abstellraum und Rumpelkammer gefristet. Für die Expo 2000 wurde sie schließlich aufwendig hergerichtet. Die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle gestaltete die drei Räume mit ihrem unverwechselbaren, farbenfrohen Stil. Glasmosaike und Plastiken erzählen vom Leben des Menschen. Besonders die überlebensgroßen Frauenfiguren beeindruckten uns. Sie stehen für Lebenskraft, Weiblichkeit und eine befreite, selbstbewusste Existenz – so wie wir LandFrauen !
Danach ging es hinaus in die wunderschönen Gartenanlagen. Da die großen Springbrunnen nur bis 12 Uhr in Betrieb sind, hatten wir das Glück, sie noch in voller Aktion erleben zu können. Dazu kamen zahlreiche Figuren, besondere Pflanzen und liebevoll gestaltete Gartenbereiche, zu denen unser Gästeführer immer wieder Wissenswertes zu erzählen wusste.
Anschließend blieb noch etwas Zeit, Hannover auf eigene Faust zu erkunden. Ein bisschen bummeln, schauen, vielleicht einen Kaffee genießen – schließlich gehört auch das gemütliche Beisammensein zu einem gelungenen Ausflug!
Am Nachmittag fuhren wir zum Hotel Leonardo am Tiergarten. Nachdem die Zimmer bezogen waren, konnte jeder den Abend ganz nach seinen eigenen Vorstellungen verbringen. Wer keine Lust mehr auf weitere Unternehmungen hatte, konnte es sich beim Büfett im Hotel gemütlich machen.
Am nächsten Morgen starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück gut gestärkt in Richtung Bad Nenndorf. Dort erwartete uns die Landesgartenschau.
Eine junge Frau begrüßte uns herzlich und stellte sich als Blütenbotschafterin vor. Mit viel Begeisterung und auf sehr anschauliche und kurzweilige Weise erzählte sie uns von der Entstehung und den Besonderheiten der Landesgartenschau.
Besonders schön fanden wir, dass der bereits vorhandene Park mit seinem alten Baumbestand erhalten und in die Gestaltung einbezogen wurde. Neue Pflanzungen fügen sich harmonisch zwischen die alten Bäume ein. Dazu kamen zusätzliche Außenbereiche und liebevoll angelegte Themengärten, die wir anschließend ganz in unserem eigenen Tempo erkunden konnten.
Auf dem gesamten Gelände begegneten uns immer wieder die sogenannten „Alltagsleute“. Besonders die Kaffeetafel hatte es uns angetan. Es sah tatsächlich so aus, als hätten sich ganz gewöhnliche Menschen – eben Leute wie du und ich – zu einer gemütlichen Kaffeerunde getroffen. Nur dass diese Kaffeegäste aus Beton bestehen! Mit viel Liebe zum Detail modelliert und bemalt, wirkten die Figuren erstaunlich lebensecht und sorgten bei uns für so manchen überraschten Blick und manches Schmunzeln.
Eine weitere Besonderheit waren die Süntel-Buchen, die wir bislang noch nicht kannten. Ihr außergewöhnlicher Drehwuchs lässt die Bäume geradezu märchenhaft aussehen. Die kurzen Stämme und die verdrehten, miteinander verwachsenen Äste machen sie zu etwas ganz Besonderem. Einige der ausgestellten Exemplare sind sogar über 100 Jahre alt.
Auch das Blumenhaus hielt viele Überraschungen für uns bereit. Dort gab es wunderschöne und fantasievolle Blütenarrangements zu bestaunen, die ganz unterschiedliche Gefühle und Lebenssituationen darstellten: Geborgenheit, Sicherheit, Vertrautheit und Leichtigkeit. Es gab ein „Beet des Muts“ und sogar das Thema Burnout wurde auf eindrucksvolle Weise dargestellt. Die Blumen und Arrangements waren teilweise so täuschend echt, dass man schon zweimal hinschauen musste.
Bis zur Rückfahrt um 15 Uhr blieb noch genügend Zeit, durch den Eingangsbereich zu schlendern und die vielen Gartenartikel zu bestaunen. Natürlich wanderte dabei auch das eine oder andere schöne Stück in eine Einkaufstasche – schließlich braucht ein schöner Gartenausflug manchmal auch ein kleines Andenken!
Dann hieß es leider wieder Abschied nehmen und die Heimreise antreten. Doch auch im Bus wurde es nicht langweilig. Helga, eine ältere Dame, die als Gast an unserer Fahrt teilnahm, sorgte mit ihren kleinen Geschichten immer wieder für fröhliche Momente und so manches Schmunzeln.
Alles in allem war es ein wunderschöner und rundum gelungener Ausflug. Das Wetter meinte es gut mit uns, die Stimmung war bestens und wir konnten gemeinsam viele schöne Eindrücke sammeln.
Und vielleicht war es gerade diese Mischung aus schönen Gärten, interessanten Geschichten, kleinen Entdeckungen, gemütlichem Beisammensein und viel gemeinsamem Lachen, die unsere Fahrt so besonders gemacht hat. Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren und diesen Ausflug zu einem so schönen Erlebnis gemacht haben!







































